Geschäftsbericht 2018

SozialpartnerRente Partnerschaftliche Vorsorgelösung

R+V Versicherung und Union Investment bieten gemeinsam eine Lösung für die sogenannte Zielrente an. Diese neue Variante der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ermöglicht es Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, eine individuelle Altersvorsorge-Lösung für die Beschäftigten einer Branche zu schaffen. Mit Vorteilen für beide Seiten: Arbeitgeber sind von der Haftung befreit, Arbeitnehmer profitieren von größeren Renditechancen.

Seit Anfang des Jahres 2018 ist die betriebliche Altersversorgung (bAV) um eine Variante reicher: die Zielrente. Dabei sollen sich Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften in Zukunft auf eine individuelle bAV-Lösung für ihre Branche einigen. Sie bestimmen individuell, wie diese ausgestaltet sein soll, und suchen sich dazu einen passenden Anbieter aus.

Die R+V Versicherung und Union Investment haben gemeinsam eine Lösung für die Zielrente entwickelt, das Produkt heißt SozialpartnerRente. Die beiden genossenschaftlichen Unternehmen bieten die neue bAV-Lösung im Rahmen der Zielrente allen Tarifparteien in Deutschland an. R+V und Union Investment können für jede Branche ein individuelles Produkt erstellen – ganz nach den Wünschen der jeweiligen Arbeitgeber und Gewerkschaften. „R+V und Union Investment zählen in ihren Branchen jeweils zu den führenden Anbietern in Deutschland und sind seit Jahren erfolgreiche Partner“, sagt Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V. Bisher haben sich die Tarifparteien noch in keiner Branche auf eine Zielrente verständigt. Doch sobald dies geschieht, stehen R+V Versicherung und Union Investment als Partner bereit.

Erste Zielrente in Deutschland von R+V und Union Investment

Die bAV ist in den vergangenen Jahren als Baustein der Altersversorgung immer wichtiger geworden. Seit dem Jahr 2002 besitzen alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Rechtsanspruch auf die Entgeltumwandlung. Danach kann ein Arbeitnehmer einen Teil seines Einkommens steuerfrei in bAV-Beiträge umwandeln. Allerdings haben bisher erst rund 41 Prozent der Berechtigten in Deutschland eine bAV oder eine Zusatzversicherung, wie sie für den Öffentlichen Dienst vereinbart worden ist, abgeschlossen. Dies zeigen, Zahlen aus dem Union Investment Vorsorgeatlas Deutschland, den die Universität Freiburg erstellt hat. Besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist die bAV nur wenig verbreitet.

„Wir freuen uns, dass die Politik mit dem neuen Gesetz die betriebliche Altersversorgung und die Rolle der Asset-Manager deutlich gestärkt hat.“

Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender der Union Investment

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz soll nun Abhilfe schaffen – unter anderem mit der Zielrente. Ein Schritt in die richtige Richtung, meint Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment: „Wir freuen uns, dass die Politik mit dem neuen Gesetz die betriebliche Altersversorgung und die Rolle der Asset-Manager deutlich gestärkt hat.“

R+V und Union Investment bieten ihre SozialpartnerRente über die gemeinsame Tochter R+V Pensionsfonds AG an. Die R+V Versicherung, einer der größten und erfahrensten bAV-Anbieter Deutschlands, führt die Gesellschaft und kümmert sich um Beratung und Kundenbetreuung. Union Investment als großer Vermögensverwalter gestaltet den Spezialfonds, in den Arbeitnehmer und Arbeitgeber das Geld für die spätere Betriebsrente investieren.

Aus den Wünschen der jeweiligen Tarifpartner leiten R+V und Union Investment ein individuelles Konzept und eine Strategie für die SozialpartnerRente der Branche ab. Eine Grundlage dafür ist die Renditeerwartung der Tarifpartner: Sie entscheidet über die Mischung und Gewichtung der Kapitalanlage-Klassen – darunter zum Beispiel Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Außerdem lassen sich Versicherungsbausteine in die SozialpartnerRente integrieren, etwa zur Absicherung bei Invalidität oder zum finanziellen Schutz von Hinterbliebenen. So entsteht eine umfassende und leistungsfähige Versorgung für die Arbeitnehmer.

Für die neue SozialpartnerRente zahlen Arbeitnehmer Beiträge, bekommen dafür im Ruhestand lebenslange Leistungen, ohne dass der Arbeitgeber eine Mindesthöhe garantiert. Das neue Gesetz gewährt einen größeren Spielraum in der Kapitalanlage. „Damit können den Arbeitnehmern nun chancenreiche Lösungen angeboten und gleichzeitig die Arbeitgeber von der Haftung entbunden werden“, sagt Reinke. Auch kleine und mittelständische Unternehmen, die bisher oft nicht über eine bAV verfügen, können sich der branchenweiten SozialpartnerRente anschließen.

„Mit dieser Expertise werden wir auch bei der neuen SozialpartnerRente für alle Branchen ein langfristiger und zuverlässiger Partner sein.“

Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V

Die R+V Versicherung hat im bAV-Neugeschäft bundesweit einen Marktanteil von 27 Prozent. Mit dem Chemie-Versorgungswerk, der MetallRente, der ApothekenRente, der KlinikRente und dem landwirtschaftlichen Versorgungswerk hat sie große Erfahrungen in der Absicherung ganzer Branchen gesammelt. „Mit dieser Expertise werden wir auch bei der neuen SozialpartnerRente für alle Branchen ein langfristiger und zuverlässiger Partner sein“, sagt Rollinger.