Konzernlagebericht [--break--]

I. Geschäftsentwicklung

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmen­bedingungen [--break--]

Im Geschäftsjahr hat sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2011 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um +3,0 Prozent erhöht.

Die Konjunkturerholung des Vorjahres setzte sich mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2011 fort, schwächte sich in den beiden Folgequartalen des Berichtsjahres jedoch merklich ab. Die sich im Jahresverlauf verschärfende europäische Staatsschuldenkrise belastete zunehmend auch das inländische Wirtschaftsklima und führte im vierten Quartal 2011 zu einer leicht rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Leistung.

[--break--]Die wirtschaftliche Entwicklung verlief in den einzelnen Ländern Europas unterschiedlich. Insgesamt hat die Wirtschaftsleistung der Euroländer im Berichtszeitraum erneut zugenommen. Diese im Ergebnis positive Entwicklung war maßgeblich durch die von Frankreich und Deutschland erzielten Wachstums­beiträge bestimmt. Daneben stellten die von den Ländern der Euroraum-Peripherie ergriffenen wirtschafts- und finanzpolitischen Konsolidierungsmaßnahmen [--break--]zur Überwindung ihrer hohen Staatsdefizite und un­zu­reichenden Wettbewerbsfähigkeit einen dämpfenden Einfluss auf die Konjunktur der Euro-Staaten dar.

In den Vereinigten Staaten legte das volkswirtschaftliche Wachstum im Geschäftsjahr auch bei einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik nur verhalten zu. Einer Verabschiedung von Sparmaßnahmen mit dem Ziel, der ausufernden Staatsverschuldung wirkungsvoll zu begegnen, stand jedoch ein mangelnder Konsens der politischen Entscheidungsträger entgegen. Des Weiteren ließen ein nach wie vor angespannter Arbeitsmarkt sowie die anhaltende Schwäche auf dem Immobilienmarkt eine grundlegende Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht zu.

Die aufstrebenden Volkswirtschaften in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas erwiesen sich auch im Berichtsjahr als bedeutender Wachstumsmotor der globalen Konjunktur. Insbesondere Indien und China verzeichneten weiterhin beachtliche Zuwachsraten, wenngleich sich das Wachstumstempo zuletzt auch hier verlangsamt hat.

Eine stabile Nachfrage seitens der Schwellenländer lieferte auch im Geschäftsjahr kräftige Wachstumsimpulse für die positive Exportentwicklung in Deutschland. Ferner steuerte die private Konsumnachfrage vor dem Hintergrund einer robusten Verfassung des Arbeitsmarktes einen wichtigen Beitrag zu dem im Vergleich mit den übrigen Euroländern überdurchschnittlichen inländischen Konjunkturanstieg bei. Darüber hinaus weiteten die Unternehmen ihre Ausrüstungsinvestitionen spürbar aus.

Die mit der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung einhergehenden Steuermehreinnahmen hatten einen deutlichen Rückgang des staatlichen Finanzierungsdefizits in Deutschland zur Folge. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkene Defizitquote von 1,0 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt erfüllt erstmals seit dem Jahr 2008 auch wieder die Vorgaben des Maastricht-Vertrages.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
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