9. Versicherungstechnisches Risiko

9.1. Definition und Ursachen

Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. In der DZ BANK Gruppe entstehen versicherungstechnische Risiken aus den Geschäftsaktivitäten der Versicherungstochter R+V und ihrer Gesellschaften. Sie resultieren aus dem selbst abgeschlossenen Lebens-, Pensions- und Krankenversicherungsgeschäft, dem selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft.

Die versicherungstechnische Risikosituation von Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen und Pensionsfonds ist maßgeblich geprägt durch die Langfristigkeit der Leistungsgarantien im Versicherungsfall bei fest vereinbarten Beiträgen.

Charakterisierend für das versicherungstechnische Risiko eines Krankenversicherungsunternehmens ist ein stetiger Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle, dessen Ursachen einerseits in der Entwicklung des Bestands und andererseits in den Verhaltensweisen der Versicherten und der Leistungserbringer liegen.

Maßgeblich für das versicherungstechnische Risiko im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung ist das Prämien- und Reserverisiko einschließlich des Risikos aus Kreditversicherungen.

Die wesentlichen versicherungstechnischen Risiken liegen bei einem Rückversicherer in einem Portfolio, das durch Naturkatastrophen gefährdet ist, sowie in gravierenden Veränderungen in den Trends der Hauptmärkte.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
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