7. Liquiditätsrisiko

7.1. Definition und Ursachen

Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder nur zu überhöhten Kosten beschafft werden können. Damit wird das Liquiditätsrisiko als Zahlungsunfähigkeitsrisiko verstanden.

Liquiditätsrisiken erwachsen aus dem zeitlichen und betragsmäßigen Auseinanderfallen der Zahlungsflüsse. Folgende Einflussfaktoren sind für die Höhe des Liquiditätsrisikos wesentlich:

  • die Refinanzierungsstruktur des Aktivgeschäfts
  • die Unsicherheit der Liquiditätsbindung bei der Refinanzierung über strukturierte Emissionen und Zertifikate
  • die Entwicklung bei Einlagen und Ausleihungen, das Refinanzierungspotenzial am Geld- und Kapitalmarkt
  • die Beleihungsfähigkeit und Marktliquidität von Wertpapieren
  • das Einräumen von Liquiditätsoptionen (beispielsweise in Form von unwiderruflichen Kredit- oder Liquiditätszusagen)
  • die Verpflichtung zur Stellung von Sicherheiten (beispielsweise für Derivategeschäfte oder die Gewährleistung des Zahlungsverkehrs im Rahmen der Intraday-Liquidität)

Liquiditätsrisiken resultieren außerdem aus der Veränderung der eigenen Bonität, wenn die Pflicht zur Stellung von Sicherheiten vertraglich in Abhängigkeit zum Rating geregelt ist.

Das Liquiditätsrisiko der DZ BANK Gruppe wird neben der DZ BANK durch die Steuerungseinheiten BSH, DG HYP, DVB, DZ BANK Ireland, DZ PRIVATBANK, TeamBank und VR-LEASING bestimmt.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
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