1.3. Funktionstrennung

Das Risikomanagement der DZ BANK Gruppe baut auf den vom Vorstand der DZ BANK verabschiedeten Risikostrategien auf und setzt sich aus der Risikosteuerung, dem Risikocontrolling, dem internen Kontrollsystem und der Internen Revision zusammen.

Unter Risikosteuerung wird die operative Umsetzung der Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten auf Basis gruppenweit geltender Vorgaben verstanden. Die Steuerungseinheiten treffen Entscheidungen zur bewussten Übernahme oder Vermeidung von Risiken. Dabei beachten sie die zentral vorgegebenen Rahmenbedingungen und Risikolimitierungen. Die für die Risikosteuerung verantwortlichen Unternehmensbereiche sind organisatorisch und funktional von den nachgeordneten Bereichen getrennt.

Das im Unternehmensbereich Group Controlling der DZ BANK verankerte zentrale Risikocontrolling ist für die Identifikation, Messung und Bewertung von Risiken in der DZ BANK Gruppe verantwortlich. Damit einher geht die Planung der Verlustobergrenzen. Darüber hinaus berichtet das Risikocontrolling die Risiken an den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Steuerungseinheiten. Das Risikocontrolling der DZ BANK stimmt die gruppenweit anzuwendenden Risikomessmethoden mit dem Risikocontrolling der Tochterunternehmen ab und stellt das Risikokapitalmanagement der Gruppe sicher. Im Risikocontrolling der Muttergesellschaft wird in Zusammenarbeit mit den Tochterunternehmen ein gruppenweites Risikoberichtswesen über alle wesentlichen Risikoarten auf Basis von Mindeststandards nach abgestimmten Methoden erstellt.

Sowohl in der DZ BANK als auch in den Tochterunternehmen ist das Risikocontrolling für die Transparenz der eingegangenen Risiken zuständig und stellt die Aktualität der verwendeten Risikomessmethoden sicher. Die Risikocontrolling-Einheiten der einzelnen Gesellschaften überwachen zudem die Einhaltung der unternehmensbezogenen Limite, die sich die Tochterunternehmen auf Basis des von der DZ BANK zugewiesenen Risikokapitals gesetzt haben. Ferner ist das Risikocontrolling der DZ BANK und der Tochterunternehmen für das Risikoberichtswesen in den jeweiligen Gesellschaften verantwortlich.

Im Rahmen des internen Kontrollsystems stellen aufbauorganisatorische Vorkehrungen und Kontrollen in den Arbeitsabläufen eine prozessintegrierte Überwachung sicher. Zudem sind die IT-Systeme durch eine kompetenzabhängige Berechtigungsverwaltung und technische Sicherungen gegen unbefugte Zugriffe innerhalb und außerhalb der Gruppengesellschaften systematisch geschützt.

Darüber hinaus nimmt die Interne Revision in der DZ BANK und in allen wesentlichen Gruppengesellschaften prozessunabhängig Überwachungs- und Kontrollaufgaben wahr. Sie führt hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorgaben systematisch und regelmäßig risikoorientierte Prüfungen durch, prüft und beurteilt die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und überwacht die Behebung der getroffenen Prüfungsfeststellungen. Die Interne Revision der DZ BANK und der weiteren Gruppengesellschaften ist grundsätzlich jeweils dem Vorsitzenden oder einem anderen Mitglied der Geschäftsleitung unterstellt. Die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) festgelegten besonderen Anforderungen an die Ausgestaltung der Internen Revision werden sowohl in der DZ BANK als auch in den betroffenen Tochterunternehmen erfüllt.

Die Aufgaben der Konzernrevision werden von der Internen Revision der DZ BANK wahrgenommen. Dies erfolgt insbesondere durch die Koordination von gesellschaftsübergreifenden Prüfungen, deren Prüfungsdurchführung in Verantwortung der jeweiligen Internen Revision der Gruppengesellschaften liegt, sowie durch die Auswertung von Prüfungsberichten aus den Gruppengesellschaften mit Relevanz für die gesamte Gruppe. Die Zusammenarbeit der Internen Revisionen in der DZ BANK Gruppe wird durch gesonderte Rahmenbedingungen geregelt.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
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