11. Geschäftsrisiko

Geschäftsrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aus unerwarteten Ergebnisschwankungen, die bei gegebener Geschäftsstrategie aus Veränderungen von externen Rahmenbedingungen resultieren und nicht durch Kostenreduktionen aufgefangen werden können. Dabei bleiben Ertragsentwicklungen, die anderen Risikoarten zuzurechnen sind, unberücksichtigt.

Die Steuerung des Geschäftsrisikos der DZ BANK Gruppe ist originäre Aufgabe des Vorstands der DZ BANK und erfolgt in Abstimmung mit den Geschäftsleitern der wesentlichen Tochtergesellschaften und den Leitern der betroffenen Geschäftsbereiche der DZ BANK. Die Gruppensteuerung ist in eine Gremienstruktur eingebettet, an deren Spitze der Konzern-Koordinationskreis steht. Der Bereich Stab unterstützt den Vorstand im Rahmen der Mandatsbetreuung von Tochtergesellschaften.

Über den Allfinanzbeirat wird die Einbindung der Genossenschaftsbanken bei der Entwicklung und Vermarktung gemeinsamer Produkte und Leistungen der DZ BANK Gruppe intensiviert. Zudem stellt das Gremium die enge Vernetzung mit dem BVR und dessen Fachräten sicher. Der Allfinanzbeirat hat somit den Charakter eines Empfehlungsgremiums für Produkt- und Vertriebsfragen bei der Zusammenarbeit von Genossenschaftsbanken und DZ BANK Gruppe. Mit dieser Vorgehensweise wird ein hohes Maß an gegenseitiger Verbindlichkeit bei voller Subsidiari[--break--]tät zum Nutzen der Genossenschaftsbanken angestrebt.

Die Steuerung des Geschäftsrisikos ist eng mit der Chancensteuerung und dem Instrumentarium des strategischen Planungsprozesses verknüpft. Sie basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren und auf der Ableitung von Zielgrößen für die in die aktive Steuerung eingebundenen Tochtergesellschaften und für die Geschäftsbereiche der DZ BANK.

Die Risikoquantifizierung erfolgt durch ein Risikomodell, das auf einem Earnings-at-Risk-Ansatz basiert. Um den Besonderheiten der zwischen den Steuerungseinheiten variierenden Geschäftsmodelle gerecht zu werden, wird die Berechnung des Geschäftsrisikos grundsätzlich durch jede Gruppengesellschaft selbst vorgenommen. Das Geschäftsrisiko auf Ebene der DZ BANK Gruppe wird durch die Addition der Teilrisikowerte ermittelt.

Der Ökonomische Kapitalbedarf für das Geschäftsrisiko der DZ BANK Gruppe belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 516 Mio. € (31. Dezember 2010: 521 Mio. €). Der Risikokapitalbedarf lag im Verlauf des Geschäftsjahres jederzeit unterhalb der jeweils gültigen Verlustobergrenze. Zum 31. Dezember 2011 betrug die Verlustobergrenze für diese Risikoart 611 Mio. € (31. Dezember 2010: 638 Mio. €). Aufgrund der Ausgliederung des bauspartechnischen [--break--]Risikos aus dem Geschäftsrisiko und der Umgliederung spezifischer Risikobetrachtungen der Union [--break--]Asset Management Holding vom Kreditrisiko zum Geschäftsrisiko weichen die Vorjahresangaben von [--break--]den auf Seite 118 des Geschäftsberichts 2010 ausgewiesenen Werten ab.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
  • Seite drucken
  • PDF Version herunterladen
  • Vorjahresvergleich
DZ BANK Gruppe