12. Fazit

Das Management von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des strategischen Planungsprozesses der DZ BANK Gruppe. In allen Risikofeldern kommen leistungsfähige Steuerungs- und Controlling-Instrumente zum Einsatz, die sukzessive verfeinert und weiterentwickelt werden. Die Entwicklung dieser Instrumente wird geleitet von den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und orientiert sich hinsichtlich des Risikomanagements an den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Steuerung von Chancen basiert auf einem qualitativen Ansatz und ist eng mit dem strategischen Planungsprozess verknüpft.

Das gruppenweite Risikokapitalmanagement stellt die konsistente und umfassende Risikoermittlung in sieben voneinander abgegrenzten Risikoarten sicher. Darüber hinaus werden mit dem Liquiditätsrisiko und dem Reputationsrisiko zwei weitere Risikoarten gesteuert, die aufgrund ihrer Charakteristika nicht mit Kapital unterlegt werden. In das Risikomanagement sind alle wesentlichen Gruppengesellschaften unmittelbar einbezogen. Die weiteren Gesellschaften werden im Rahmen des Managements von Beteiligungsrisiken erfasst und gesteuert.

Die ökonomische Kapitaladäquanzanalyse basiert sowohl bei der Ableitung der Risikotragfähigkeit als auch bei der Ermittlung des Risikokapitalbedarfs auf einem Value-at-Risk-Ansatz, der auf die Stabilität des Ratings der DZ BANK ausgerichtet ist. Darauf aufbauend wird die risikoadjustierte Profitabilität der Gruppe ermittelt. Die hierbei verwendeten Steuerungsgrößen EVA und RORAC ergänzen die auf der IFRS-Ergebnisrechnung basierende Gruppensteuerung und sind Bestandteil des strategischen Planungsprozesses. Insgesamt gewährleis­tet diese Vorgehensweise die erforderliche Transparenz über Risikostruktur und Profitabilität und schafft damit die Grundlage für eine chancen- und risiko­orientierte Gruppensteuerung.

Die DZ BANK Gruppe verfügt über leistungsfähige Instrumente der Risikosteuerung, die eine angemessene Reaktion auch auf Marktverwerfungen ermöglichen. So spiegeln sich Veränderungen der Risikofaktoren wie Ratingverschlechterungen von Kontrahenten oder Ausweitungen der Bonitätssspreads von Wertpapieren bei der modellbasierten Messung von Kreditrisiken und Marktpreisrisiken in adjustierten Risikowerten wider. Konservativ gewählte Krisenszenarien für die kurzfristige Liquidität stellen sicher, dass Krisensituationen auch in der Liquiditätsrisikosteuerung angemessen berücksichtigt werden. Aufgrund des an der Risikotragfähigkeit ausgerichteten Limitsystems, eines alle Risikoarten umfassenden Stresstestings und eines flexiblen internen Berichtswesens ist das Management jederzeit in der Lage, bei Bedarf gezielte Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Die DZ BANK Gruppe hat sich im Geschäftsjahr im [--break--]Rahmen ihrer ökonomischen Risikotragfähigkeit bewegt. Darüber hinaus wurden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen jederzeit erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum trotz der andauernden Marktverwerfungen zu keiner Zeit gefährdet. Den Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise auf die Liquiditätslage konnte im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen der Liquiditätsrisikosteuerung angemessen begegnet werden.

Die Chancen der voraussichtlichen Entwicklung ste[--break--]hen in einem angemessenen Verhältnis zu den eingegangenen Risiken. Eine Bestandsgefährdung der DZ BANK Gruppe ist nicht zu erkennen.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
  • Seite drucken
  • PDF Version herunterladen
  • Vorjahresvergleich
DZ BANK Gruppe