Das Transaction Banking bestätigte 2011 seine wichtige Funktion als Dienstleister für die Volksbanken und Raiffeisenbanken. Neben der Qualität der Services nahmen dabei europaweite Aspekte eine zunehmend bedeutendere Rolle ein.

TRANSACTION BANKING

ÜBERBLICK

Die DZ BANK bündelt in ihrem Geschäftsfeld Trans­action Banking eine Reihe von Dienstleistungen, [--break--]die sie für die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken erbringt. Dazu zählen insbesondere der In- und Auslandszahlungsverkehr und das dokumentäre Auslandsgeschäft, Bargeld-, Rechnungs- und Kartenservices, die Abwicklung[--break--] von Wertpapieren und Kapitalmarktprodukten sowie Depotbankservices. In diesem Zusammenhang führt die DZ BANK hochvolumige beziehungsweise skalengetriebene Prozesse zusammen mit Partnern wie Equens, der Deutschen WertpapierService Bank (dwpbank), VR Kreditwerk und CardProcess auf [--break--]modernsten „industriellen“ Plattformen durch. Individuelle Prozesse wickelt sie dagegen intern ab. Dadurch erreichte die DZ BANK auch 2011 eine große Effizienz und hohe Qualität im Bereich des Transaction Banking und leistete damit einen erheblichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

SEPA-EINFÜHRUNG

Das Transaction Banking wird immer stärker durch Regelungen auf europäischer Ebene bestimmt. Dies zeigt insbesondere auch die anstehende Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums SEPA (Single European Payments Area). Sie war im Geschäftsjahr 2011 ein zentrales Thema für die Mitarbeiter im Transaction Banking der DZ BANK. Nachdem sich die europäischen Gremien kurz vor Jahreswechsel 2011/12 darauf geeinigt haben, dass der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum bis Februar 2014 um­gesetzt wird, steht nun ein verbindlicher SEPA-Einführungstermin fest.

Mit insgesamt über 4 Mrd. Transaktionen hat die DZ BANK 2011 einen maßgeblichen Teil des Massenzahlungsverkehrs in Deutschland abgewickelt. Damit wirkt sich die SEPA-Einführung erheblich auf das Transaction Banking der DZ BANK aus. Folgerichtig wird diese sich in den beiden kommenden Jahren konsequent auf die Migration der SEPA-Formate im Zahlungsverkehr konzentrieren. Schon 2011 war die DZ BANK hier sehr gut aufgestellt. Dies bestätigt [--break--] ein Vergleich des Anteils, den SEPA-Zahlungen am Massenzahlungsverkehr in Deutschland insgesamt und bei einer Abwicklung über die DZ BANK einnah­men. Dieser Anteil lag Mitte 2011 jeweils bei knapp 4 Prozent.

Nach der abgeschlossenen Migration auf die SEPA-Formate wird die DZ BANK auch innerhalb Europas einer der großen Anbieter von Zahlungsverkehrsservices sein. Dies wird direkt der Wettbewerbsfähigkeit der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken zugutekommen.

INDIVIDUALZAHLUNGSVERKEHR

Die DZ BANK arbeitete zudem auch 2011 daran, generell die Prozesse im Transaction Banking kontinuierlich zu verbessern und auf den einzelnen Gebieten die Qualitätsführerschaft zu übernehmen. Ein Beispiel ist hier der Individualzahlungsverkehr. Wurden Anfang 2005 noch fast 8 Prozent der Transaktionen im Individualzahlungsverkehr „non-STP“ (also nicht vollautomatisch) durchgeführt, so lag diese Quote Ende 2011 nur noch bei 1,5 Prozent. Dies ist auf die gemeinsamen Anstrengungen von DZ BANK und Equens zurückzuführen. 2012 wird dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess mit der Einführung einer neuen Plattform für den Auslandszahlungsverkehr bei Equens konsequent fortgesetzt.

BARGELDDIENSTLEISTER

Erhebliche Veränderungen gab es im Geschäftsjahr 2011 bei der bundesweiten Bargeldversorgung. Gründe dafür waren eine Neupositionierung der Deutschen Bundesbank bei ihren Serviceleistungen zum 1. Januar 2011 und das Ende der Übergangsfrist beim Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) zum 30. April 2011. Die DZ BANK hat auf diese Änderungen erfolgreich reagiert und ihren BargeldService in Zusammenarbeit mit der Cash Logistik Security AG erheblich ausgeweitet.

In diesem Zusammenhang eröffnete sie 2011 rund 40 Münzgeldkassen. Damit ist sie bundesweit flächendeckend als Bargelddienstleister präsent. Die Kassen versorgen sowohl die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie deren Firmenkunden als auch andere Kreditinstitute und Unternehmen mit Münzgeld. Inzwischen nutzen rund 1.000 Kunden diesen Service. Damit hat sich die Kundenzahl der DZ BANK im Bereich des BargeldServices deutlich erhöht. Auch die WGZ BANK hat sich diesem Service angeschlossen. Sie versorgt sich auf Basis der aufgebauten Infrastruktur mit Münzgeld, gibt dieses dann an ihre Kunden weiter – und nutzt damit Synergiepotenziale. Insgesamt wickelt die DZ BANK über ihren Münzgeldservice inzwischen monatlich ein Volumen von über 20 Millionen Rollen ab. Davon entfallen – mit steigender Tendenz – rund ein Drittel auf die Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Darüber hinaus hat die DZ BANK auch das Tresor­angebot für ihre eigenen Firmenkunden sowie die [--break--] Firmenkunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgeweitet. Bis Ende 2011 wurden bei diesen über 1.500 Tresore installiert. Sie bieten den Kunden vor allem den Vorteil, dass eingezahlte Noten oder auch Münzgeld ab dem Einwurf versichert sind. Zudem ist eine umgehende Gutschrift auf dem Kundenkonto möglich.

DEPOTBANKFUNKTION

Im Rahmen ihrer Depotbankfunktion ist die DZ BANK schon seit längerem primär auf eine enge Integration mit der Union Investment ausgerichtet. Dies ermöglicht eine kosteneffiziente Dienstleistung. Um weitere Potenziale zu heben, hat die DZ BANK 2011 die Prozesse durch das Projekt der „Funktions­orientierten Organisation“ weiter optimiert und dabei neu und überschneidungsfrei organisiert. Dadurch konnten die hohen Depotbankvolumina von über 85 Mrd. € auch im Vergleich zu den großen interna­tio­nalen Serviceanbietern wettbewerbsfähig und nachhaltig erbracht werden. Auch in der Wertpapier­abwicklung hat sich der nachhaltige Ansatz der DZ BANK bewährt. Trotz eines leicht rückläufigen Geschäfts mit Endkunden wurden durch die Nutzung der dwpbank als Abwickler Synergiepotenziale geschöpft.

KREDITKARTEN UND MOBILES BEZAHLEN

Mit deutlich über 2,5 Millionen Kreditkarten für die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken zählt die DZ BANK zu den größten Kreditkartenemittenten Deutschlands. 2011 wuchs sie in diesem Geschäftsfeld stärker als der Gesamtmarkt. Gleichzeitig befand und befindet sich das Zahlen mit modernen Zahlungsmitteln in einem Umbruch. Dies wird durch die verstärkte Fokussierung großer multinationaler, branchenfremder Unternehmen wie Apple, Google und Facebook bei den mobilen Bezahldiensten verdeutlicht. Um bei Zahlungen mit Karten und bei anderen modernen Bezahlverfahren die Wettbewerbsfähigkeit der Volksbanken und Raiffeisenbanken zu sichern, hat sich die DZ BANK deshalb im Berichtsjahr aktiv an zwei Pilotprojekten zum mobilen Bezahlen in Deutschland beteiligt. Zudem beabsichtigt die DZ BANK, die Volksbanken und Raiffeisenbanken hier verstärkt zu unterstützen und sowohl eigene technische Innovationen als auch Kooperationen mit Partnern voranzutreiben.

 
Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken
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